| Nr. 2 | ![]() |
Notizen von einem nächtlichen Schreibtisch |
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Frühlingsverlangen und eheliche Harmonie |
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Auch in China gilt der Frühling natürlich als Zeit der Neubelebung, in der Natur und im sonstigen Leben. Dem sprießenden Liebesverlangen, vornehmlich dem männlichen, hat der chinesische Volkswitz mancherlei sarkastische Bemerkungen gewidmet. Auch in der anschließenden Ehe machen die Männer im Witz nicht die beste Figur. Drei Witze aus dem Alten China deuten das an:
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Eine Ehefrau, die schlau und gewitzt war, sagte jedesmal, wenn ihr Mann das Gespräch auf eine Nebenfrau brachte: "Du bist arm. Woher willst du das Gold nehmen, um eine Nebenfrau zu kaufen. Doch wenn du das Gold hast - wie du befiehlst." Darauf lieh der Mann sich bei einem Bekannten das Gold dafür. "Das Gold ist da", erklärte er seiner Frau. "Beschaff mir eine Nebenfrau!" Da steckte sich die Frau schnell das Gold in den Ärmel und verneigte sich mit den Worten: "Darf ich nicht deine 'Kleine' sein? Mit diesem Gold kannst du mich kaufen."
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Einst fürchtete sich ein Mann vor seiner Frau. Seine Freunde rieten ihm, an einer verborgenen Stelle seines Hauses ein Bild von ihr aufzuhängen, es jeden Morgen mit Wasser zu besprengen und zu sagen: "Ich fürchte dich nicht! Ich fürchte dich nicht!" |
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| Ein Waschlappen hatte Angst vor seiner Frau. Als diese gestorben war, kam ihm jedesmal, wenn er an ihrem Bild vor dem Sarg vorüberkam, die Wut, und er schüttelte heftig die Fäuste. Plötzlich bewegte ein Windstoß das Bild. Von Schrecken erfüllt, steckte er schleunigst die Hände in den Ärmel und stammelte: "Ich wollte dich doch nur zum Lachen bringen." | |||||||||
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